Behindertenspezifische Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB-Reha)
nach § 102 i. V. m. § 61 und 61a SGB III
Zielgruppen
Zur Zielgruppe gehören - unabhängig von der erreichten Schulausbildung - behinderte Jugendliche und junge Erwachsene (§ 19 SGB III) ohne berufliche Erstausbildung, welche die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben und wegen Ihrer Behinderung besondere Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bedürfen (§ 98 Abs. 2 i.V.m. § 102 Abs.1 Nr. 1b SGB III), jedoch nicht auf eine besondere Einrichtung im Sinne § 35 SGB IX für behinderte Menschen angewiesen sind.
Mögliche Behinderungen
- Lernbehinderung
- Körperbehinderung
- Sinnesbehinderung
- Psychische Behinderung
Zielstellung
Ziel und Aufgabe der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme ist es, den Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, ihre Berufswahlentscheidung zu treffen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Teilnehmer bezüglich einer bereits getroffenen Berufswahl zu überprüfen, auszutesten, zu beurteilen und die Teilnehmer dauerhaft beruflich in den Ausbildungs- und/oder Arbeitsmarkt zu integrieren.
Ziele in der neuen Förderstruktur
- Vermeidung oder schnelle Beendigung von Ausbildung und Arbeitslosigkeit
- Erhöhung des Qualifikationsniveaus von Jugendlichen
- Eröffnung und Reaktivierung betrieblicher Qualifizierungsangebote
- Erhöhung des Angebotes an Ausbildungs- und Arbeitsstellen
- Steigerung der Kundenzufriedenheit
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Angebotene Berufsfelder
- Metall
- Holz
- Hotel / Gaststätten / Hauswirtschaft
Zusätzlich möglich
- Wirtschaft und Verwaltung
- Lager / Handel
Stärken der Gruppen und Personaleinsatz
| 1 Ausbilder | \ |
| 1 Lehrer | - 8 Schüler |
| 1 Sozialpädagoge | / |
| 1 Bildungsbegleiter | 24 Schüler |
(variabel gemäß der Agentur für Arbeit)
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Theoretischer Unterricht
Jeder Teilnehmer besucht in der Berufsschule des Oberstufenzentrums den Bildungsgang zur Vertiefung der Allgemeinbildung und Berufsorientierung oder Berufsvorbereitung. Die Bewertung der Leistungen erfolgt im berufsvorbereitenden Bereich in den Fächern: Technologie und berufsbezogener Mathematik. Im berufsübergreifenden Bereich erfolgt die Vermittlung und Bewertung von Wissen in den Fächern: Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde und Sport, u. a.
Praktische Ausbildung
In den o. g. Berufsfeldern in den Werkstätten / Laboren / Kabinetten der Bildungsgesellschaft mbH Pritzwalk.
Betriebspraktika / Erprobungspraktika
In vertraglich gebundenen Betrieben, Institutionen und Einrichtungen der Region Prignitz und Ostprignitz-Ruppin.
Wer die Zugangsvoraussetzungen aufweist, besucht zusätzlich auch noch den Ergänzungsunterricht (Hauptschulabschluss).
Die Förderstruktur

Jeder Teilnehmer erhält einen individuell abgestimmten Qualifizierungsplan entsprechend einem Qualifizierungsbausteinsystem auf Basis anerkannter Berufe.
Am Ende erhält jeder Teilnehmer ein Zeugnis über die absolvierten Qualifizierungsbausteine, die im Rahmen der beruflichen Erstausbildung anerkannt werden können.
Der erfolgreiche Abschluss dieser Maßnahme gibt den Teilnehmern die Chance der Aufnahme einer Ausbildung oder Arbeit.
Pritzwalk




